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Im Interview mit Roxana Samadi

Roxana Samadi Para Wir sind King
Foto: ©2020 Turner Broadcasting System-Europe Limited a WarnerMedia Company
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Die Stimme von Roxana Samadi könnte Einigen bereits bekannt vorkommen. In den “Petterson und Findus”-Kinderfilmen hat sie diese nämlich dem Kater Findus verliehen. In der weniger für Kinder geeigneten Serie “Para – Wir sind King” ist sie nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Sie spielt Rasaq, die aus einem religiösen Haushalt kommt, eine Ausbildung macht und bereits jung verlobt ist. Nachts ist Rasaq aber auch im Nachtleben des rauen Berlin Weddings unterwegs.

kulturIMBLOG hat mit Roxana Samadi über ihren Weg zur Schauspielerei und über “Para – Wir sind King” gesprochen:

Wie bist du zur Schauspielerei und zu „Para – Wir sind King“ gekommen?

Ich bin schon relativ früh zur Schauspielerei gekommen. In der dritten Klasse, als ich acht war, hab ich ein Casting gemacht für den WDR. Da wurde ich dann in die Kinderkartei aufgenommen und habe einige Hörspiele gemacht. Über die Hörspiele bin ich an Synchronsprecher-Castings gekommen, unter anderem an das für “Pettersson und Findus”. In den drei Kinofilmen habe ich den kleinen Kater gesprochen und über diese Rolle bin ich in einer Schauspielagentur aufgenommen worden. Mit der Aufnahme kamen dann Dreh- und Casting-Anfragen. Genau so war es auch mit „Para“. Da habe ich ein E-Casting gemacht, also mich selber gefilmt in ein paar Szenen. Dann wurde ich zu einem Live-Casting eingeladen, wo ich mit verschiedenen Mädchen gespielt habe. Vom Live-Casting ging’s dann in ein Konstellations-Casting, wo ich die drei anderen Mädels kennengelernt habe und nach dem Konstellations-Casting habe ich dann die Zusage bekommen.

Was mochtest du an deiner Rolle in „Para“, Rasaq, gerne und was mochtest du vielleicht nicht so gerne an ihr?

Ich mag extrem gerne, wie willensstark sie ist. Sie verfolgt so bewundernswert ihre Vision. Auch wenn die drei anderen Mädels irgendeinen Scheiß machen, bleibt sie bei ihrem Ding und lässt sich da nicht mitziehen. Aber eben weil sie oft nicht mitzieht und anderer Meinung ist, war es für uns eine große Aufgabe, dass sie nicht nervig wird. Man sollte sie trotzdem mögen und verstehen, warum sie sich für eben diesen Weg entscheidet.

Kannst du Rasaq in drei Worten beschreiben?

Willensstark, großherzig und sie ist eine Kämpferin.

Findest du bei dir persönliche Parallelen zu Rasaq? Seid ihr euch ähnlich?

Teilweise schon und teilweise nicht. Ich glaub ich bin im Kopf nicht ganz wie sie. Sie hat von allem so krass ihre eigenen Vorstellungen und geht so verkopft an Sachen ran. Da bin ich instinktiver. Aber ihre Position und die Dinge, für die sie sich einsetzt, kann ich schon nachvollziehen.

Soma Psyall hat in einem Interview mit uns sehr über die Zeit, die ihr am Set von „Para“ hattet, geschwärmt. Wie hast du die Zeit am Set empfunden?

Oh, so schön. Ich kann da nur weiter schwärmen. Wir haben ja alle zu viert drei Monate lang zusammengelebt. Das war für uns so aufregend, weil wir überhaupt nicht wussten, was auf uns zukommt. Aber wir haben vom ersten Abend an so geklickt, was sehr wichtig für die Serie war. Auch das Team allgemein war unfassbar toll. Da waren so viele Sonnenscheinmenschen, die einem einfach ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Direkt Morgens, wenn wir am Set angekommen sind, wurden wir schon angestrahlt. Dann konnte man gar nicht anders, als happy zu sein und sich jeden Tag wieder auf die Menschen zu freuen.

Gibt es eine Situation aus euerem Haus, die bei dir noch so richtig im Kopf hängengeblieben ist?

So viele! Aber zum Beispiel sind bei uns ab Ende September Weihnachtslieder in Dauerschleife gelaufen. Dann sind wir so in Weihnachtsstimmung gekommen, dass wir unbedingt zusammen feiern wollten. Wir sind dann alle, gefühlt noch im Sommer losgezogen und haben Geschenke besorgt und dann zusammen im Haus Weihnachten vorgefeiert.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Rasaq vorbereitet.

Weil Rasaq Araberin ist, war es für mich extrem wichtig, dass ich einen Zugang zur arabischen Kultur kriege. Da gibt es, finde ich, immer so Dinge, die gute Türöffner sein können. Musik zum Beispiel. Ich habe ganz viel arabische Musik gehört, damit mir die Sprache ein wenig geläufiger wird und ich ein Gefühl für den Klang bekomme. Dann habe ich einen Coach gehabt, der mir Arabisch beigebracht hat, für die arabischen Szenen. Das Drehbuch habe ich natürlich auch durchanalysiert und herausgefunden, wie Rasaq sich bewegt, wie sie geht, wie sie redet. Und ich habe mich mit ein paar Mädels getroffen, die mich an sie erinnern. Mit denen habe ich mich viel ausgetauscht und unterhalten. Denn dieses Heiraten und eben der muslimische Background waren mir unbekannt.

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