Postcards München – Verlosung – ABGESAGT

Die libanesische Band Postcards liegen verträumt auf einem Bett
Foto: Rachel Tabet

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Aus der Nische auf Europatour

Bereits mit ihrem zweiten Album werden die Postcards München am 20. März einen Besuch abstatten.
Wer sich nun fragt, wer eigentlich die Postcards sind, und warum ihr höchstwahrscheinlich noch nicht von diesem Dream-Pop-Geheimtipp gehört habt, sei beruhigt. Bei euch klafft keine Bildungslücke, die Postcards, ihres Zeichens eine libanesische Band, schaffen es erst jetzt aus ihrer Nische des kleinen Mittelmeerstaates heraus.

Dabei wäre es fatal, die Postcards auf ihre Herkunft zu reduzieren. Die junge Band kann sich mit internationalen Genre-Kollegen problemlos messen. Die zärtlich-warme Stimme von Julia Sabra zieht uns in Ihren Bann. Gitarrist Marwahn Tohme und der Schlagzeuger Pascal Semerdjian schaffen zusammen mit Bassist Rany Bechara eine intensive klangliche Atmosphäre.
Nicht nur, dass sie von ihrem Look her allesamt auch in einem Friedrichshainer Szenelokal beheimatet sein könnten. Ihre Themen und Träume unterscheiden sich nicht von unseren. Ihr Sound ist wohl am ehesten als leicht schwebender Dreampop zu bezeichnen und steht europäischen Produktionen in nichts nach. Verspielte, schier endlos fadende Gitarrenriffs, treibende Drums, und verträumte Gesangsparts wickeln einen ein. In „All the Places we will Go“ träumt die Band mit zurückhaltenden Folk-Elementen von all den Orten, die sie bespielen könnten, wenn da nicht ihre Herkunft und lästige Visa-Probleme wären.

“Bei uns im Libanon mag das Leben manchmal chaotisch sein, weil vieles nicht funktioniert”, sagt Pascal. Wie lebt man mit dem Bewusstsein mitten in einer Krisenregion zu wohnen? “Wir reden schon miteinander über das, was um uns herum passiert, aber konzentrieren uns vor allem darauf, weiter zu machen. Wir haben den Krieg ja nicht mehr selbst erlebt.” Deswegen habe die junge Generation auch eine positivere Lebenseinstellung als viele Ältere im Land.

Und wieso sie so westlich klingende Musik machen? “Für uns ist es die Musik, die wir selbst mögen.“

 

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