Das Leben ist eben hoffnungslos hoffnungsvoll

Joris schreibt Musik, die seine deutsche Sprache auch international wirken lässt. Smarte und gleichzeitig anspruchsvolle Melodien, gesungen von einer ausdrucksstarken und unverkennbaren Stimme, die die Menschen berührt. KIB durfte dem Musiker sieben Fragen stellen.

KIB: Bist Du eher der Bauch- oder Kopfmensch?

Joris: Eher ein Herzmensch. Andererseits muss ich sagen, dass ich auch einen Kopf habe und immer, wenn es wichtige Dinge zu entscheiden gibt, ist es wichtig sowohl auf den Kopf als auch auf das Herz zu hören..

KIB: Was verbirgt sich hinter dem Albumtitel “Hoffnungslos Hoffnungsvoll”?

Joris: Ich habe an dem Album fast vier Jahre gearbeitet und geschrieben, eineinhalb Jahre davon in Berlin im Studio. Bei den Geschichten, die ich erzähle, verbinde ich das große Partymäßige mit dem kleinen Melancholischem. Irgendwann habe ich festgestellt, dass meine Lieder und meine Texte sehr konträr sind. Deswegen ist „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“ ein perfekter Albumtitel. Hoffnungslos wegen den melancholischen Momenten, die es immer im Leben gibt, aber insgesamt ist das Leben eben hoffnungslos hoffnungsvoll.

KIB: Hast Du auf Deinem Album einen persönlichen Lieblingssong?

Joris: (lacht) Kommt immer drauf an. Natürlich mag ich alle meine Lieder, ich hab sie ja auch selber geschrieben. Mal spiele ich lieber den einen Song, mal den anderen. Das ist immer ein bisschen situationsabhängig. Aber im Großen und Ganzen mag ich alle meine Lieder und es ist einfach toll, sie abends präsentieren zu können. Inzwischen höre ich mir das Album aber nicht mehr selber an, dafür spiele ich die Songs einfach zu oft. Da würde ich dann wirklich wahnsinnig werden. (lacht)

KIB: Beschreibe Deine Songs persönliche oder fiktive Erlebnisse?

Joris: Sowohl als auch würde ich sagen. Es gibt persönliche Erfahrungen sowie die Erfahrungen von Freunden. Meine neue Single „Bis ans Ende der Welt“ habe ich eigentlich für meinen besten Kumpel geschrieben, der seinen Vater in der siebten Klasse an Krebs verloren hat. Er war trotz Allem sehr aufrecht. Ich habe mich damals gefragt, wie das wohl für mich wäre und wie er das macht, dass er so gut durchs Leben geht und versucht positiv damit umzugehen. Das hat mir sehr viel geholfen und ich habe das bewundert. Eigentlich schreibe ich Songs über alles, was mir in den Sinn kommt und das kann natürlich auch mal ein Wunschtraum von mir sein. Es ist eine bunte Mischung.

KIB: Was darf in Deinem Tourbus auf keinen Fall fehlen?

Joris: (lacht) Was auf keinen Fall fehlen darf ist meine Band. Weil sonst wache ich morgens auf und habe ein Problem. Dann noch Bettwäsche. Die haben wir zum Glück immer mit dabei, denn ohne Bettwäsche schlafen ist blöd. Was sonst nicht fehlen darf, sind belegte Brote und das ein oder andere isotonische Kaltgetränk. Auf gut deutsch: Ein bisschen Bier und ein bisschen Wein brauchen wir abends immer.

KIB: Was verbindest du mit der bayerischen Landeshauptstadt?

Joris: Drei hammergeile Konzerte. Einmal im Ampere, dann auf dem Tollwood als Support von Clueso und das letzte wunderschöne Konzert war im Technikum. Mir wurde zwar früher immer gesagt, dass München echt schwierig sein soll, weil die Münchner konzertetechnisch täglich echt was geboten bekommen, aber ich habe bis jetzt nur tolle Abende erlebt. München gefällt mir wirklich sehr gut und ich verbinde gute und bedeutende Erlebnisse mit der Stadt.

KIB: Mit wem würdest du gerne einmal Musik machen?

Joris: Das werde ich echt oft gefragt. Früher habe ich immer Paolo Nutini oder Damien Rice genannt, die früher meine Vorbilder gewesen sind. Aber inzwischen muss ich echt sagen, dass ich sehr glücklich bin erstmal meine eigene Musik machen zu dürfen.

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