München will mehr Subkultur

Das Schlachthofviertel ist der Gastgeber der ersten Manic Street Parade

Ein Viertel macht sich schick für das erste echte Clubfestival der Stadt. | Ausverkauft: Der Schlachthof musste wegen Überfüllung zeitweise geschlossen werden. | Foto: Michael Dengler

Die Manic Street Parade, das erste Clubfestival in der bayerischen Landeshauptstadt, feierte am Freitag, den 8. Oktober 2016, eine erfolgreiche Premiere. Volle Clubs, jubelnde Gäste, zufriedene Musiker und Veranstalter – das Konzept des ersten Münchener Clubfestival, der Manic Street Parade, ist aufgegangen. Mit 14 Live-Künstlern aus 8 Nationen in 5 Locations sind die Veranstalter an den Start gegangen, um das kulturelle Angebot der Stadt zu erweitern. Und wurden bereits mit dem ausverkauften Debüt in ihrer Ansage bestätigt: München will mehr Subkultur.

Ein ausverkauftes Festival mit Headliner Fiva

Hands Up für Fiva auf dem Manic Street Festival 2016 | Foto: Michael Dengler

„Wir glauben sehr daran, dass die Verbindung zwischen Wirtschaftspolitik und Kulturförderung – die Wechselwirkung aus Stadtmarketing, Standortpolitik, Unterstützung der Musikwirtschaft und Förderung von kreativen kulturellen Projekten – der ganzen Stadt zugutekommen. Und hierfür benötigen wir Leuchtturmprojekte wie die Manic Street Parade, die wir bereits im ersten Jahr unterstützen konnten und das auch in Zukunft gerne machen werden“, sagte auch Clemens Draws, persönlicher Referent von Josef Schmid, 2. Bürgermeister der Landeshauptstadt München bei der sogenannten „Reception“, die im Vorfeld des Festivals am Nachmittag als Branchentreffen stattfand.

Die Band Still Parade bei ihrem Auftritt auf dem Manic Street Parade Festival

Still Parade sorgen für emotionale Momente auf dem Manic Street Parade Festival 2016 | Foto: Michael Dengler

Mit Newcomern und Geheimtipps, vor allem aber insgesamt höchst vielversprechenden Musikern aus Island und Lettland, Großbritannien und Kanada, Holland, Österreich und der Schweiz, sowie sechs deutschen Künstlern ist die Manic Street Parade gestartet – plus Überraschungsacts und dem Münchner Kneipenchor als Pausenunterhaltung. Besonders großer Publikumsmagnet: die Münchner Rapperin Fiva, die an diesem Abend erstmalig mit weiteren hiesigen Lokalmatadoren, der Jazzrausch BigBand, im Schlachthof auftrat. Einige kamen nur wegen Fiva – und mussten lernen: Ein Festival ist ein Festival, und wenn eine Location voll ist, muss man auf die nächste ausweichen – und entdeckt im besten Fall eine neue Lieblingsband.

Der Termin für die zweite Ausgabe der Manic Street Parade steht bereits fest:
Manic Street Parade 2017

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.